Informationen über Fasten für Einsteiger und Fortgeschrittene

Was man über Fasten wissen sollte

Wie geht Fasten?

Fasten kann man auf unterschiedlichste Weise – jede Art von bewußtem Verzicht kann Fasten genannt werden. Wichtig dabei ist die bewußte Auseinandersetzung mit eigenen Verhaltensweisen. Oft steckt dahinter das Gefühl oder die Idee, dass diese Verhaltensweise ungesund sein könnte – unsere moderne Übersetzung der ursprünglichen „Sünde“. Mit dem Fasten wird versucht, eine vermeintliche oder tatsächliche Abhängigkeit zu durchbrechen – sei es von Süßigkeiten, Kaffee, Zigaretten, aber auch vom Fernseher, Handies, Computer, selbst „Schweigefasten“ gehört dazu. Beim Verzicht auf Nahrung gibt es ebenfalls eine enorm große Spannweite vom Verzicht auf bestimmte Lebensmittel bis zum kompletten Verzicht auf jegliche Nahrung und sogar auf Getränke – Durstfasten als eine besonders starke Form von Nahrungsfasten. Letzteres ist keinesfalls im Selbstversuch zu empfehlen! Am häufigsten wird mit dem Fasten aber der komplette oder fast komplette Nahrungsverzicht gemeint. Unter den gesundheits-orientierten Fastenarten ist das Heilfasten nach Buchinger mittlerweile am meisten bekannt – hier wird auf Nahrung komplett verzichtet, lediglich ca. 100-200ml Obstsaft und Gemüsebrühe sowie Wasser und Kräutertee sind täglich vorgesehen. Die meisten Fastenden verzichten über mehrere Tage oder sogar Wochen. Es gibt aber auch stundenweises Fasten, oder einzelne Fastentage sowohl im religiösen als auch im gesundheitsorientierten Fasten – zu letzterem gehört das Intervallfasten.

Für wen ist Fasten?

Wer Fasten noch nicht kennengelernt hat, sollte den Versuch wagen – es lohnt sich, nicht nur für die Figur.

Wer Fasten muß oder wer fasten soll, der kann nicht fasten. Fasten ist immer freiwillig, andernfalls kann großer Stress entstehen durch den erfahrenen Nahrungentzug. Die innere Haltung des Fastenden zum Nachrungsverzicht ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass das Fasten gelingt. Fasten als Verzicht auf bestimmte Lebensmittel oder auf sonst alltägliche Begleiter wie Alkohol, Zigaretten, Kaffee oder auch Medien wie Handy oder Fernseher kann auch Streß bedeuten. Dabei ist die Gefahr gesundheitlicher Schäden sehr gering.

Geschichte des Fastens

Wer hat Fasten erfunden?

Erfunden wurde das Fasten bereits lange bevor die Menschen Kultur kannten. Zeiten, in denen wenig oder keine Nahrung verfügbar war, gab es im Laufe der Evolution regelmäßig – Nahrungs“verzicht“ gehörte und gehört noch immer zu den normalen Umweltbedingungen, unter denen sich das Leben in den vergangenen Jahrmillionen entwickelt hat. Lediglich der Mensch hat es geschafft, sich aus der Abhängigkeit von umweltabhängigen Nahrungsvorkommen zu befreien – zumindest für knapp ein Viertel der Menscheit trifft das zu. Als bewußter Verzicht kann man das Fasten sicher den „Schamanen“, „Medizinmännern“ oder „Priestern“ zuschreiben, die den gesundheitlichen und spirituellen Wert des freiwilligen Verzichts und der Nahrungskarenz kannten und nutzten.

Wo kommt Fasten her?

Fasten ist ein traditionelle Teil der menschlichen Kultur, weil in Zeiten von Nahrungsmangel bzw. der Aussicht auf Nahrungsmittelknappheit die bewußte Beschränkung der täglichen Lebensmittelmenge oder der Zusammensetzung der Nahrung notwendig ist, um das Überleben aller zu sichern. Zum Beweis von Selbstkontrolle als Voraussetzung für verantwortungsvolle Entscheidungen wurde das Fasten Teil von Initiationsriten und Aufnahmeritualen für Gruppen in viele Stammeskulturen, oder mit religiösem Hintergrund.  Das Heilfasten in seiner heutigen Form wurde in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wieder in Deutschland bekannt gemacht, unter anderem durch den bekannten Fasntearzt Dr. Otto Buchinger.

Fasten und Religion

Wer fastet in der Fastenzeit?

Die Fastenzeit ist abhängig vom religiös geprägten Kulturkreis – in Deutschland ist die typische Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern. Der Ramadan ist die Fastenzeit im Kulturkreis des Islam – es ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und wechselt von Jahr zu Jahr. Im Judentum gibt es mehrere Fastenzeiten, manche dauern nur einen Tag, die längste 3 Wochen. Im Buddhismus gilt das Fasten als wichtige persönliche Fähigkeit, jedoch gibt es keine spezielle Fastenzeit.

Was  bedeutet das Fasten der Christen?

Fasten bedeutet Verzicht auf alltägliche Gewohnheiten. Mit dem Fasten verbunden ist die Idee der Loslösung von „weltlichen“ Einflüssen, die in der christlichen Religion oft sogar mit dem Teufel oder mit Sünde in Verbindung gebracht werden. Oft geht es beim Fasten um das bewußte Zurückstellen von Bedürfnissen, daher ist auch die schärfste Form des Fastens die Isolation von anderen Menschen – sei es durch Schweigen, oder durch den Rückzug von jedem Kontakt mit Anderen. Eine demgegenüber mildere Form ist das Nahrungsfasten wie beim Heilfasten. Ziel ist es, durch die Erfahrung der Kontrolle über die eigenen Bedürfnisse Handlungsfreiheit zu gewinnen und sich so auch von Sünden zu befreien. Diese Freiheit kann sowohl spirituell als auch einem besseren Selbstbewußtsein dienen. Ein langes Fasten zu bestehen ohne „Versuchungen“ zu erliegen ist damit auch Beweis der eigenen Willenskraft und der Fähigkeit, bewußt zu entscheiden anstatt kurzfristigen Gelüsten nachzugeben. So war langes Fasten bereits im alten Ägypten Voraussetzung für Ämter wie Priester, und von diesem wurden viele Rituale auch in das Christentum übernommen. Das vorösterliche Fasten von 40 Tagen ist auch eine Erinnerung an das 40tägige Fasten von Jesus Christus in der Wüste vor seinem Wirken als göttlicher Bote.

Muß man als Katholik fasten?

Wer in einer streng gläubigen religiösen katholischen Gemeinschaft aufwächst oder Teil einer solchen Gemeinschaft ist, wird um die Teilnahme am vorösterlichen Fasten nicht herumkommen. Das Fasten in der Fastenzeit kann aber auch den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel oder andere Alltagsbegleiter bedeuten. So kann die Erfahrung des bewußten Verzichts vermittelt und erlebt werden, ohne gesundheitliche Probleme zu riskieren.

Wie fasten Christen?

In der christlichen Religion ist die Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern – also 40 Tage – traditionell. Oft wird diese Zeit genutzt, um auf Gewohnheiten zu verzichten – auch mit der Absicht,  sich anderen Aktivitäten mehr zu widmen. Ursprünglich steht hier die vermehrte Hinwendung zum Glauben im Vordergrund, und das Nachvollziehen der Leidenszeit Christi. Heute kann jeder selbst wählen, auf welche Art die Fastenzeit begangen werden soll – ein Verzicht auf Nahrung ist oft nicht mehr erforderlich.

Wie fasten Mönche?

Die christlichen Mönche haben für die jährliche Fastenzeit, die ja oft noch in die kälteste Zeit des Jahres fällt, einige Erfindungen gemacht, um doch eine gute Nährstoffversorgung zu sichern. Das Bekannteste „Fastengetränk“ ist das Bier, das reich an Energie ist. Um auf „Fleisch von vierbeinigen Tieren“ zu verzichten, wurden intensiv Fischteiche angelegt, und Geflügel war ein beliebter Fleischlieferant. Aber auch das „Einwickeln“ von Fleisch in Mehlteig wie bei gefüllten Nudeln, Pasteten u.ä. diente zum Verstecken des Fleischverzehrs in der Fastenzeit. Um jedoch eine besondere Hinwendung zu Gott zu erreichen, ist der Verzicht auf Nahrung nicht unbedingt notwendig. Besondere Formen des Fastens wie das Schweigen ermöglichen intensive Erfahrungen mit den eigenen Wahrnehmungen und Empfindungen. Tägliche, häufige und lange Gebetsübungen und andere Rituale ermöglichen eine Fokussierung auf spirituelle Inhalte und stärken den Glauben auch über die Fastenzeit hinaus. Dieser Effekt der nachhaltigen Motivation kann auch beim gesundheitsorientierten Fasten genutzt werden, wenn entsprechende Inhalte während der Fastenzeit vermittelt werden.

Wie fasten Muslime?

Für Muslime ist der Ramadan die Fastenzeit. In dieser Zeit darf zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang  nichts gegessen, getrunken oder geraucht werden, und es ist auch insgesamt Enthaltsamkeit bis hin zum Schweigen zu üben. Dieses Fasten ist eine Pflicht für jeden Muslim und wird sehr viel strenger eingehalten als die christliche Fastenzeit. Der Ramadan daurt 29 bis 30 Tage.

Fasten und Gesundheit

Wer darf fasten?

Fasten darf jeder gesunde Mensch, der bereits ausgewachsen ist und die Pubertät hinter sich hat. Ein Kurzzeit-Fasten von 5-7 Tagen ist für die meisten Menschen ungefährlich und gut verträglich. Fasten dürfen grundsätzlich auch Menschen mit chronischen Krankheiten. Hier ist das Fasten oft sogar eine Möglichkeit, der Verschlechterung der Krankheit vorzubeugen, bei Stoffwechelkrankheiten wie Diabetes Typ 2 oder Fettstoffwechselstörungen kann Fasten sogar eine nachhaltige Verbesserung bewirken. In Fällen von Vorerkrankungen ist es sinnvoll, sich einen Anbieter zu suchen, der sich mit der Krankheit und mit dem Fasten bei dieser Krankheit auskennt. Es kann sein, dass der eigene behandelnde Arzt nicht über solche Erfahrungen verfügt. Gern berate ich Sie zu der Frage, ob ein Fasten für Sie in Frage kommen kann, und worauf Sie besonders achten müßten. In meiner Praxis verfüge ich über Labormessgeräte und habe nach wenigen Minuten die Ergebnisse einer Blutuntersuchung parat, so dass wir sofort auf Veränderungen reagieren können.

Wer darf nicht fasten?

Kinder im Wachstum dürfen im Allgemeinen nicht fasten, auch Schwangere sollten nicht über mehrere Tage fasten. Ebenso dürfen Menschen mit Anorexie nicht fasten. Die deutschen Fastenärzte haben eine Vereinbarung getroffen, nach der sie auch Menschen mit einer Tumorerkrankung nicht fasten lassen dürfen. Menschen mit schweren Funktionsstörungen der Nieren und der Leber dürfen ebenfalls nicht fasten, weil es möglich ist, dass ihr Körper die notwendige Ausleitung beim Fasten nicht unterstützt. Das gleiche gilt bei Menschen, die eine lange oder intensive Behandlung mit Schmerzmitteln oder mehrere Vollnarkosen im Laufe der vergangenen 12-24 Monate hatten. Hier besteht die Gefahr schwerer Fastenkrisen. Menschen mit Gicht können fasten, aber hier ist große Vorsicht geboten und die Harnsäurewerte müssen engmaschig überwacht und medikamentös oder durch große Flüssigkeitsmengen ausgeglichen werden. Dies kann nur in darauf eingerichteten Einrichtungen erfolgen.

Wer sollte fasten

Fasten sollte jeder, der die „Zivilisationskrankheiten“ wie Diabetes Typ 2, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck nicht bekommen oder wieder loswerden möchte. Fasten ist ein hervorragender Einstieg in eine erfolgreiche Umstellung von Ernährungsgewohnheiten, zum Beispiel um langfristig das Gewicht zu verringern oder sich „gesünder“ zu ernähren. Bei chronischen entzündlichen Krankheiten wie Arthrose oder Rheuma, aber natürlich auch chronischen Darmentzündungen sollte man das Fasten als Linderungsmittel in Erwägung ziehen. Auch Allergien mit Asthma, Neurodermitis oder Heuschnupfen können mit Fasten beeinflußt werden, auch wenn ein einmaliges Fasten sicher keine endgültige Besserung bringen wird. Wiederholtes Fasten in aufeinanderfolgenden Jahren hat sich als guter Weg im Umgang mit Allergien aller Art erwiesen.

Was bewirkt Fasten?

Fasten bewirkt zunächst eine verstärkte Aufmerksamkeit auf den Verzicht, eine innere Auseinandersetzung mit dem, aus das beim Fasten verzichtet wird. Es wird uns bewußt, wovon wir abhängig sind, was wir lieben, wie sehr Gewohnheiten unser Leben bestimmen, und was uns vielleicht auch gut oder nicht gut tut. Das ist bei allen Fastenarten so, egal aus was man verzichtet – Smartphone, Facebook, Süßigkeiten, Kaffee, Fernsehen, Sex, Sprechen, oder Ernährung von außen, wie beim Heilfasten. Damit bewirkt Fasten immer ein besseres Verständnis für sich selbst, und ein besseres Selbstbewußtsein als Bewußtsein darüber, was man selbst leisten kann, und dass es möglich ist, auch über den eigenen Körper und Geist mehr Kontrolle zu haben.

Was kann Fasten tatsächlich bewirken?

Fasten in Form von Verzicht auf die Ernährung wie beim Heilfasten wird auch bezeichnet als „Operation ohne Messer“. Neben den positiven Wirkungen auf die Selbstwahrnehmung und die Selbststeuerung, sind die Wirkungen auf die körperliche Gesundheit für viele Menschen der Grund zu fasten. Die offensichtlichste Wirkung ist die Gewichtsreduktion, die allein bereits oft die Ursache vieler Symptome beseitigt. Ein Heilfasten ab ca. 5 Tagen Dauer wirkt auf die Verdauungsorgane wie ein „Reset“-Knopf. Für den Darm und die Bauchspeicheldrüse bedeutet die Fastenzeit Erholung und die Möglichkeit, Entzündungen auszuheilen. Eine bei vielen Übergewichtigen und allen Typ-2 Diabetikern bestehende Insulinresistenz vor allem der Leber und der Muskeln wird verringert mit der Folge niedrigerer Nüchternblutzuckerspiegel, und auch einer nachhaltigen Senkung von Blutzuckerspiegeln.
Bei chronischen Entzündungen wie Rheuma und Arthrose bewirkt Fasten ab einer Wocher Dauer meist eine Verbesserung der Symptome. Weitere nachweisliche Wirkungen des Fastens sind Senkung des Blutdrucks, Verringerung von Allergien und Autoimmunerkrankungen, Zugewinn an körperlicher Leistungsfähigkeit und verbesserte Immunabwehr.
Mittlerweile haben Forschungen auch gezeigt, dass durch Fasten eine Chemotherapie zur Krebsbehandlung besser verträglich wird. Die Nutzung des Heilfastens zur Krebsbehandlung selbst ist nicht medizinisch wissenschaftlich untersucht. Einzelbeispiele mit einer längeren Dauer haben jedoch auch hier eine hilfreiche Wirkung des Fastens gezeigt.
Alle hier genannten Wirkungen eines einwöchigen Heilfastens dauern mehrere Monate lang nach dem Fasten weiter. Manche, wie die Senkung des Blutdrucks, können sich auch erst innerhalb einer Woche nach dem Fasten zeigen.

Was und Wie kann man fasten um abzunehmen?

Um abzunehmen, wird Fasten meist nicht empfohlen. Je nach dem Ausgangsgewicht und eventuell bestehenden Symptomen, die durch das Mehrgewicht ausgelöst werden, kann ein Fasten jedoch sinnvoll sein: es gelingt, in kurzer Zeit relativ viel Gewicht zu verlieren. Außerdem wird durch ein Heilfasten eine optimale Voraussetzung geschaffen, um die Ernährung umzustellen und dadurch nachhaltig gesünder zu leben und abzunehmen. Fasten als reduzierte Aufnahme von Kalorien kann auch als Kurzzeitfasten über z.B. 16 Stunden täglich oder an ein oder mehreren Tagen pro Woche genutzt werden, um so langfristig weniger Kalorien aufzunehmen und auch dadurch anzunehmen.

Wie soll man Fasten beginnen?

Ein Fasten kann jederzeit begonnen werden, auch außerhalb der traditionellen Fastenzeit. Ein Fasten kann man jederzeit beginnen, auch ohne besondere Vorbereitung. Sinnvoll ist jedoch, die Umgebung so zu verändern, dass es leichter fällt, nicht in die gewohnten Abläufe zu kommen. Man kann dazu z.B. das Handy wegschließen oder keine neuen Vorräte nachkaufen von Zigaretten oder Süßigkeiten. Beim Fasten mit Nahrungsverzicht ist es allerdings am besten, sich ganz aus dem Alltag zu verabschieden, und in eine andere Umgebung zu gehen, die andere Anregungen bietet. Dadurch kann der Tagesablauf anders gestaltet werden, man kann andere Menschen treffen, die z.B. eine positive Einstellung zum Fasten haben, und man kann dadurch auch Neues entdecken und so nicht nur den Verzicht, sondern auch neue Eindrücke erfahren. Für ein Heilfasten sollten einige Entlastungstage eingelegt werden, in denen Fett, Zucker und Fleisch eingeschränkt werden, und in denen man sich z.B. Kaffee und schwarzen Tee abgewöhnt, damit nicht eventuell noch Entzugserscheinungen vom Koffein auftreten. Damit beginnt das Fasten bereits vor dem eigentlichen „Heilfasten“.

Wie kann man Fastenbrechen?

Bei den religiösen Fastenzeiten steht am Ende der Fastenzeit ein Fest – bei den Christen das Osterfest, im Ramadan das „Fest des Fastenbrechens“ oder „Zuckerfest“ – beide dauern drei Tage. Das Fastenbrechen nach einem Heilfasten darf keinesfalls mit einem „Eßfest“ begangen werden! Das Fastenbrechen nach einem Heilfasten ist ebenso bedeutsam für das Ergebnis des Fastens wie das Fasten selbst, aber weitaus schwieriger. Denn obwohl jetzt Essen wieder „erlaubt“ ist, muß sehr darauf geachtet werden, was und wie gegessen wird. Die Zeit des Fastenbrechens und die „Aufbauzeit“ ist ungefähr 1/3 bis 1/2 der Zeit, die gefastet wurde – bge.ei 7 Tagen Heilfasten also 3-4 Tage. Beim klassischen Fastenbrechen wird ein Apfel gereicht. Die Zusammensetzung der Nahrung richtet sich beim Fastenbrechen danach, wie gut der Darm wieder anfängt zu arbeiten, und ob nach dem Fasten eine Ernährungsumstellung erfolgen soll – wenn z.B. länger oder dauerhaft auf bestimmte Lebensmittel verzichtet werden soll. Diese werden dann nicht mehr in den Speiseplan aufgenommen. Zum Fastenbrechen werden vor allem Nahrungsmittel gewählt, die die Verdauung unterstützen, also ballaststoffreich und reich an Verdauungsenzymen sind, wie eingeweichte Trockenfrüchte, Leinsamenschrot, gesäuertes Gemüse oder Milchprodukte.
 

Fastenumgebung

Wie kann man gemeinsam mit anderen fasten?

Fasten – wer macht mit? Mittlerweile gibt es viele Anbieter für unterschiedliche Fasten-Arten, und Fasten erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die Spanne reicht von Fasten-Anleitungen für Selbst fasten zu Hause, über Fastengruppen, die sich regelmäßig während der Fastenzeit treffen, über Aufenthalte in speziellen Fastenkliniken, bis hin zu Fasten im Kloster. Eine besondere Form ist das Fasten als Fasten-Wandern, das in Gruppen an 3 bis 50 Personen angeboten wird.

Wo kann man fasten?

Für ein Fasten als Verzicht auf Nahrung wie beim Heilfasten ist ein Ausstieg aus dem Alltag vorzuziehen. Am besten in einer Landschaft, die Lust macht darauf, draußen zu sein, und zu wandern, ohne zu hohe Anforderungen zu stellen. Die Mittelgebirge oder Küsten sind dafür am besten geeignet. Ein Hotel, das speziell auf das Fasten eingestellt ist, und eine Gruppe Gleichgesinnter macht das Fasten leichter, ganz besonders für Fasten-Neulinge. Eine erfahrene Fastenleitung ist immer zu empfehlen, denn jedes Fasten ist anders.

Wo kann man eine Fastenkur machen?

Eine spezielle Fastenkur, die auch länger als eine Woche dauern kann, sollten nur erfahrene Faster selbst und zu Hause durchführen. Für Neulinge und vor allem für Menschen mit einer Grundkrankheit sollte eine Fastenkur durch erfahrene Fasten-Therapeuten (Arzt oder Heilpraktiker) angeleitet und am besten dauerhaft begleitet werden. Gerade wenn die Fastenkur aus gesundheitlichen Gründen erfolgt ist es wichtig, Reaktionen schnell und richtig einzuschätzen, um den Erfolg zu sichern.

Wo kann man im Advent fasten?

Für das Fasten im Advent bietet sich ein Hotel mit Therme und Sauna an, um die Kälte und Dunkelheit der Jahreszeit auszugleichen.
 

No Comments

Post a Comment